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Interkulturelle Projektwoche

Im Rahmen ihrer „interkulturellen“ Projektwochen setzten sich die Schüler*innen der Jahrgänge 10 und 11 intensiv mit den Themen Rassismus, Erinnerungskultur und demokratischer Verantwortung auseinander.
Der Jahrgang 10 beschäftigte sich in der Projektwoche vor allem mit historischer und gegenwärtiger rechter Gewalt. Der Besuch einer KZ-Gedenkstätte ermöglichte die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und der Frage historischer Verantwortung. Ergänzend analysierten die Schüler*innen Erscheinungsformen der Neuen Rechten und deren gesellschaftliche Wirkung: Bausteine waren u. a. ein Workshop der Ferhat-Unvar-Bildungsinitiative aus Hanau, die Perspektiven von Betroffenen rassistischer Gewalt sichtbar macht und Handlungsmöglichkeiten gegen Ausgrenzung thematisiert sowie der Dokumentarfilm „Das Deutsche Volk“ von Marcin Wierzchowski, der den Angehörigen der Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau eine Stimme gibt und Fragen von Erinnerung, Anerkennung und Aufklärung in den Mittelpunkt stellt.

Der Jahrgang 11 bearbeitete wiederum grundlegende Fragen zu Identität, Kultur und Diskriminierung. Mithilfe von (Rollen-)Spielen, theoretischen Gedankenspielen und weiteren Methoden reflektierten die Schüler*innen eigene Prägungen sowie individuelle Einfluss- und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit diskriminierenden Situationen. Eine vertiefende Auseinandersetzung erfolgte durch diskriminierungs- und machtkritische Workshops des MOSAIQ e.V., der insbesondere antimuslimischen und anti-Schwarzen Rassismus thematisierte und neue Perspektiven auf gesellschaftliche Macht- und Ausgrenzungsmechanismen eröffnete.

TEXT: Susanna Stelljes