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Integrationsklassen

Stadtteilschule: Eine Schule für alle Kinder!

Dieser Satz trifft auf unsere Schule im besonderen Maße zu, denn wir stellen uns der Aufgabe, wirklich alle Kinder zu beschulen - auch jene Kinder, die aufgrund einer körperlichen oder geistigen Behinderung normalerweise eine Sonderschule eingeschult würden. Diese Kinder werden in Klassen ihrer Altersgruppe gemeinsam mit allen Kindern unterrichtet. Diese Klassen nennen wir Integrationsklassen (kurz: I-Klassen). In jedem Jahrgang gibt es eine I-Klasse mit maximal 18 SchülerInnen und bis zu vier Kinder mit dem sogenannten Integrationsstatus (kurz: I-Kinder). Nicht nur die geringere Klassengröße ist etwas Besonderes, in allen I-Klassen arbeiten zusätzlich ein/e Sonderpädagoge/in oder ein/e Sozialpädagoge/ in mit. Sie unterstützen und fördern die I-Kinder und sorgen dafür, dass behinderte und nichtbehinderte SchülerInnen gut miteinander lernen können.

 

Für die nichtbehinderten Schüler in den I-Klassen gilt der normale Lehrplan. Für die Kinder, die einen Integrationsstatus haben, wird ein besonderer Förderplan erstellt, wenn der normale Unterrichtsstoff für sie zu schwer ist. Es gibt Integrationskinder, die in allen Fächern dem normalen Lehrplan folgen, aber Unterstützung brauchen, da sie z.B. eine Sinnesbeeinträchtigung haben.

Alle Integrationsklassen haben im 9. Schuljahr und 10. Schuljahr einmal wöchentlich einen Projekttag (siehe unten), an dem sie sich ähnlich dem Konzept einer Schülerfirma einer komplexen Anforderung mit „Ernstcharakter“ stellen (siehe unten).

 

Für Integrationsschüler werden zusätzliche Kurse angeboten, wie z.B. Lebenspraxis, Schwimmen und Fahrtraining für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

 

Die Integrationsschüler sind gerne an unserer Schule, obwohl die Anforderungen an sie manchmal größer sind als in dem geschützten Raum einer kleinen Klasse an den Sonderschulen. Sie sind froh, dass sie einen ganz normalen Schulalltag haben.

 

Berufsorientiertes, praktisches Lernen

Die Integrationsklassen der GSST führen jedes Jahr zwei berufspraktisch ausgerichtete Projekte durch.

 

In diesem Jahr wurde in Klasse 9c eine Servicefirma gegründet und die Klasse 10c versorgt einmal in der Woche die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrerinnen und Lehrer mit einem professionellen Essensangebot.

 

Dieses Restaurantprojekt ist direkt auf die Schule als „Abnehmer" ausgerichtet. In der Servicefirma (Schülerfirma) werden Dienstleistungen entweder für die Schule oder aber außerhalb angeboten.

Auch anspruchsvolle, komplexere Aufgaben gehören in beiden Projekten dazu; so z.B. die Planung und Leitung von Arbeitsabläufen und die Disposition von Material.

 

Beide Projekte dienen der Vorbereitung für verantwortliche und praktische Tätigkeiten unter „Ernstbedingungen“. Zudem bieten diese Projekte die Möglichkeit, Interesse an bestimmten beruflichen Tätigkeiten zu entwickeln und eine Vorstellung vom Leben und vom Rhythmus in der Arbeitsweit zu bekommen. Einfache handwerkliche und organisatorische Grundfertigkeiten werden erworben. Geübt wird auch, mit auftretenden Problemen am Arbeitsplatz umzugehen.

 

Auf der Grundlage dieser Erfahrung können einzelne Schülerinnen und Schüler nach dem Abschluss der Stadtteilschule in berufsvorbereitenden Maßnahmen weiter gefördert werden.

 



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(Änderungsdatum: 16.08.10)